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Willi Voss - Pforte des Todes

Das Comeback

Einen solchen Fall haben weder Hauptkommissar Reineking noch die LKA-Experten erlebt: Vor dem Sockel des Kaiser-Wilhelm-Denkmals an der Porta Westfalica ist ein Mensch bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Unfall? Freitod? Mord?

Augenzeugen behaupten, das Opfer sei brennend auf das Denkmal zugelaufen. Aber wer ist es? Welche Bedeutung hat das antike Medaillon, das bei ihm gefunden wurde? Und vor allem: Warum kann das LKA trotz seiner ausgefeilten wissenschaftlichen Methoden nicht die die Brandursache erklären?

Als Hauptkommissar Reineking herausfindet, dass das Opfer vor seinem Tod versuchte, sowohl einem Journalisten als auch dem Vatikan eine Geschichte über eine Sekte zu verkaufen, die behauptet, über altägyptisches Wissen zu verfügen, mit dem der Zugang zum Jenseits möglich ist, sieht er sich auf der richtigen Spur. Denn der geheimnisvolle Tote hatte den Guru der Sekte, zu deren Riten angeblich blutige Menschenopfer gehören, überfallen und den Schlüssel einer Kapelle und besagtes Medaillon geraubt.

In der Kapelle erwartet die Ermittler ein grausiger Fund: Der Leichnam einer scheinbar rituell getötetem  jungen Frau. Ein Menschenopfer?  Aber wieso weist sie verheilte Narben von Wunden auf, die sie unmöglich überlebt haben kann? 

Hinter den rätselhaften Toten im idyllischen Westfalen scheinen mächtige, dunkle Mächte am Werk zu sein. Ist die Sekte wirklich im Besitz uralter Dokumente, die das geheime Wissen bergen, um aus dem Jenseits zurückzukehren? Die Kirchenvertreter sind davon überzeugt ...  Sie beginnen eine umbarmherzige Jagd auf den Sektenführer ...

 

Rezensionen

titel-magazin.de -> zur Rezension

Das meint Krimi-Couch.de:

»Durch’s Feuer ins Licht – ein überraschendes Comeback« 83°

Krimi-Rezension von Jochen König

Die kärglichen Überreste einer verbrannten Leiche am Kaiser Wilhelm-Denkmal. Hauptkommissar Reineking und seine Mitarbeiter stehen vor einem Rätsel. Wer war der Tote, wie genau ist er verbrannt? Welche Bedeutung hat das Medaillon, das in der Asche des Toten gefunden wurde?

Doch weder die Spurensicherung des LKA, noch mühsam ermittelte Zeugen bringen Licht ins Geschehen. Erst ein rühriger Journalist und seine Assistentin kommen der Wahrheit so nahe, dass es lebensgefährlich wird.

Denn hinter dem rätselhaften Tod im idyllischen Ost-Westfalen sind mächtige und dunkle Kräfte am Werk. Eine Geschichte, die bis zu den Anfängen des Templer-Ordens reicht, abtrünnige Priester und ein kirchlicher Geheimdienst führen Reineking und seine Kollegen in eine düstere Welt, in der das ewige Leben herausgefordert werden soll; in der religiöser Wahn den Antrieb bietet, die Natur und ihre Gesetze herauszufordern. Der Templer-Orden und altägyptischer Götterglaube geben sich ein Stelldichein, dass für den einen Tod, für den anderen ewiges Leben bedeuten soll.

Willi Voss ist zurück. Siebzehn Jahre nach seinem letzten Holger Fleestedt-Roman »Bluthunde« legt er mit »Pforte des Todes« einen lang erwarteten neuen Roman vor. Der es in sich hat und mit 416 Seiten erstaunlich füllig geraten ist; war Voss früher doch eher ein Meister der ganz knappen Form. Zumindest in seinen Polizei-/Privatdetektivromanen um den Hamburger (Ex-)Kommissar Fleestedt.

Doch »Pforte des Todes« ist kein reiner Polizeiroman. Obwohl dieser Part breiten Raum einnimmt wird er um eine mystische Komponente erweitert. Pater Jakob, ein abtrünniger Priester und aktueller Guru mit treuer Gefolgschaft, und Verrätern im Gepäck, möchte mittels eines alten Ritus, der auf die ägyptische Mythologie UND den Templerorden verweist, die Grenze zwischen Leben und Tod durchbrechen. Dass er dabei besonders von seinen ehemaligen Arbeitgebern misstrauisch beäugt wird, versteht sich von selbst. Mit der ersten Leiche beginnt dann auch alles aus dem Ruder zu laufen.

Doch während sich Reineking und seine Kollegen mit der Ermittlung der Brandursache schwer tun, kommen sie in allen anderen Bereichen schnell zu ersten Ergebnissen. Und so gerät Jakob und die seltsame, gewalttätige Ermittlungsbrigade der katholischen Kirche immer mehr in den Blickpunkt der Polizei und der begleitenden Journaille. Was für den ein oder anderen zu bösen Konsequenzen führt.

Man darf sich nicht täuschen lassen vom Mystery-Teil des Buches. Voss geht es nicht um die Aufdeckung einer weltumspannenden Verschwörung á la Dan Brown. Sein Roman spielt nicht umsonst in der westfälischen Provinz. Seine Figuren sind keine überragenden Wissenschaftler (na ja, vielleicht mit einer Ausnahme), keine überlebensgroßen Assassinen, die unlautere Ziele verfolgen.  Bei Voss geht es um kleinliche und allzu menschliche Beweggründe wie Machtverlust, Neid, Bewahrung des Status Quo und schlichte, alltägliche Gewalttätigkeit. Lediglich der seltsame Pater Jakob sticht aus diesem Konglomerat materialistisch orientierter Zeitgenossen hervor: er glaubt an seine Sache, an seine Fähigkeiten. Kein Guru aus Berechnung, sondern aus reiner Obsession. Willi Voss lässt offen, ob diese mythenumrankte Zelebrierung eines Traums, tatsächlich eine Lebens-Alternative darstellen kann.

Denn das Hauptthema der Pforte des Todes ist die Ungewissheit. Das schummerige Gefühl, nicht mehr zu wissen, was wahr ist; sogar nicht einmal Klarheit über bereits vergangene Geschehnisse zu besitzen.

Diese Unsicherheit hat auch Reineking und seine Kollegen im Griff. Sie können Ursache und Wirkung nicht mehr dezidiert benennen, und so schwimmen die Rationalisten im Trüben, machen Fehler, übersehen Wesentliches, werden aber auch ausgebremst durch eine latente Bedrohung: Freund und Feind sind nicht mehr auseinander zu halten.

Voss schildert das nicht plakativ,  er zeigt frustrierende Polizeiarbeit, menschliche Limitationen, Kommunikationslöcher, Reduktionen überall: der Horizont wird nicht mehr erweitert, sondern soll eingeschränkt werden. Die Geschichte(n) dazu liegt in der Hand von Menschen, die gerne im Schatten agieren. Doch auch die begehen Fehler, und so können Reineking und seine Mitarbeiter am Ende einige der gesponnenen Fäden entwirren. Beileibe nicht alles wird aufgeklärt, auch hier bleibt Voss ganz realistisch; anderes bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. Vor allem das Ende bietet eine überraschende Volte: Fiebertraum eines enttäuschten Liebenden, die Einkehr des Magischen ins profane Leben oder einfach nicht tief genug geschnitten? Der Leser darf wählen und Willi Voss zum eigenwilligen und gelungenen Comeback gratulieren.

 

 

Büchernachlese/Berlin über "Pforte des Todes"

Noch ein Krimi aus dem Hause Pendragon - spannend bis zur letzten Seite, meldet sich Willi Voss mit Pforte des Todes als Buchautor zurück.
Schlimm genug, dass der verbrannte Leichnam am Kaiser-Wilhelm-Denkmal sich jeder Erklärung für die Ursache der Verbrennung entzieht, für das dem Toten beiliegende Medaillon gehen die Mitglieder einer Sekte sowie Spürhunde des Vatikans notfalls über weitere Leichen - und der Oberstaatsanwalt kann Hauptkommissar Reineking sowieso nicht leiden.
Ein Westfalen-Thriller, der mit überzeugendem Aufbau, eingängigen Charakteren, für das Genre ungewöhnlich geschliffener aber keineswegs überzogener Sprachgestaltung und einem auch am Schluss verbleibenden Restgeheimnis sämtliche regionalen Grenzen sprengt.

Ulrich Krager

Büchernchlese, Berlin

 

 

 

 

Pforte des Todes

Pendragon

ISBN: 978-3-86532-154-1
Paperback
Ca.416 S.
12.90 €


   
                                                
                
                                                                          
 
   

Günter Butkus (Hg.) - Mord Westfallen II

 

Der Westfale gilt als stur und maulfaul. Da stille Wasser bekanntlich tief sind, mag es auf den zweiten Blick nicht verwundern, dass aus Westfalen soviel geballte kriminelle Energie kommt. Viele spannende Stories aus den dunkelsten Ecken der Provinz bis in den tiefsten Ruhrpott mit liebenswert skurrilen Gestalten, überraschenden Wendungen und einer gehörigen Portion Lokalkolorit. Bei den kriminellen Geschichten aus Westfalen istGänsehaut garantiert!

Diese großartige Krimi-Antholkogie mit Schauplätzen in Ostwestfalen-Lippe und Westfalen hat sie alle: Krimi-Preisträger Und Krimi-Legenden, einen aktiven Polizisten und einen ehemaligen Pressesprecher der Polizei,einen Top-Kabarettisten und einen Klassiker der deutschsprachigen Kriminalgeschichte.

Mit Stories von Mechthild Borrmann, Dietmar Bittrich, Horst Bosetzky alias -ky, Volker W.Degener, Erwin Grosche, Max von der Grün, Frank Göhre, Michael Koglin,Sandra Lüpkes, Eva Maser, Gesa Pauly, Heinrich Peuckmann, Renée Pleyter, J. Reitermeier/W. Tewes, Stefanie Viereck, Willi Voss, Klaus-Peter Wolf u.v.a.

Tatort sind,neben vielen anderen, Bielefeld, Bünde, Bellersen, Schloß Brakel, Detmold, Dortmund, Gütersloh, Gelsenkirchen, Herne, Schloß Holte-Stukenbrock, Kamen, Mönchengladbach, Oerlinghausen, Paderborn,Tatenhausen, Versmold und die Externsteine.

 

Mord Westfallen II

Pendragon

Kriminelle Geschichten aus Westfalen
Krimi-Anthologie, Orig.-Ausgabe
ISBN: 978-3-86532-139-8/WG1121
Erschienen
336 S.
12.90 €

  

       
                                                                
                
                                                                          
 
   

Günter Butkus (Hg.) - Mord Westfalen

 

Raffinierte Geschichten mit bösen Pointen, klug, witzig, abgründig. Und typisch ostwestfälisch: So dunkel wie Schwarzbrot. So gut abgehangen wie Schinken. Und so scharf wie gut gebrannter Korn. Entdecken Sie die Provinz, wo sie am tiefsten ist! Die erste große Krimin-Anthologie mit Schauplätzen in Ostwestfalen-Lippe hat sie alle: Krimipreisträger und Krimi-Legenden, einen Großmeister der Kleinkunst und einen Altmeister des Tatort, einen Drogenfahnder und einen Staatsanwalt. Tatorte sind, neben vielen anderen, Bad Oeynhausen, Bad Salzuflen, Bellersen, Bielefeld, Bünde, Detmold, Gütersloh, Herford, Lippstadt, Minden, Paderborn, die Senne, Versmold, Werther sowie das Herrmannsdenkmal, die Externsteine und das Kaiser-Wilhelm-denkmal.

 

Mit dabei sind ausgezeichnete deutsche Krimiautoren wie Frank Göhre mit einer modernen Variante der "Judenbuche" oder Horst Bosetzkyalias -ky, in den 70er Jahren Mitbegründer des "Neuen Deutschen Kriminalromans". Für Begeisterung unter echte Krimifans dürfte ene neue Story von Willi Voss und eine Geschichte von Ulf Miehe aus dem Jahre 1968 sorgen. Und das Comeback von Hauptkommissar Paul Trimmel, einst in "Taxi nach Leipzig"der erste "Tatort"-Kommissar, geschrieben von Altmeister Friedhelm Werremeier.

  

 

Mord Westfalen

Pendragon

ISBN: 978-3-86532-111-4
Paperback
392 S.
12.90 €

       
  
                                                                          
 
   

Willi Voss - Gegner

 "Gegner" wird jetzt als Blogausgabe auf willivoss.blogspot.com in Folgen veröffentlicht!

 

 

Von den Romanen "Gegner", "Auch Narren sterben einsam" und "Die Nacht, der Tod" stehen noch einige Exemplare zur Verfügung.

 

Obwohl er nur die Stimme kennt, kehrt er in den Libanon zurück, um den Mannzufinden und zu töten, der ihm bewiesen hatte, dass die Würde des Menschen antastbar ist.
In dem von Wahnsinn und Bürgerkrieg zerrissenen Beirut beginnt eine dramatische Menschenjagd - die große Geschichte eines bitteren Kampfes, einer  einzigartigen Freundschaft und einer leidenschaftlichen Liebe - realistisch und mit vibrierender Spannung erzählt.

"Mit GEGNER hat Voss den großen Beirut-Roman geschrieben."

Martin Compart im Buchmarkt

Willi Voss - Gegner

MediaProvo

Thriller
Sonderausgabe

Hardcover
Ca.416 S.
10.00 €

bestellen 

zur Rezension 

                                                
                
                                                                          
 
   

Willi Voss - Auch Narren sterben einsam

 

"... und ein Kriminalromanmit Gedanken. Sein Stil ist knapp, lakonisch, originell, hinreissend sein Witz, so unmittelbar wie unverhofft und treffsicher... Man hat selten einen Roman so aus einem Guss, ohne Risse und Sprünge gelesen."

Neue Zeit

Willi Voss - Auch Narren sterben einsam

MediaProvo

Sonderausgabe
Hardcover
384 S.
10.00 €

bestellen

zur Rezension

       
                                  
                
                                                                          
 
   

Willi Voss - Die Nacht, der Tod

 

"... und ein Kriminalromanmit Gedanken. Sein Stil ist knapp, lakonisch, originell, hinreissend sein Witz, so unmittelbar wie unverhofft und treffsicher... Man hat selten einen Roman so aus einem Guss, ohne Risse und Sprünge gelesen."

Neue Zeit

 

Willi Voss Die Nacht, der Tod

MediaProvo

Sonderausgabe
Hartcover
220 S.
8,00 €

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